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Über mich

 


Tja, ich heiße im echten Leben Michael Wagner, bin 1974 geboren und lebe und arbeite in Wien (bin aber bekennender Niederösterreicher :) ). Mein erster Zugang zum Käfer war eigentlich mehr Hass als Liebe. Die wenigen Male, wo mich mein Vater mit seinem Käfer (aus den 70ern, knallorange, mit Stahlkurbeldach) von der Schule abgeholt hat, war mir das schlicht peinlich, weil die anderen von "richtigen" Autos abgehholt wurden.


Mit 17 oder 18, als es Richtung Führerschein ging, habe ich dann quasi über Nacht beschlossen, dass ich gerne einen alten Käfer fahren würde. Ohne die geringste Ahnung habe ich mir allerhand Autos angeschaut, mit heutigem Wissen bin ich froh, mit dem wenigen Ersparten keinen dieser Dinger gekauft zu haben. Auf einem Schrottplatz in der Nähe entdeckte ich dann einen 64er in anthrazit (nebenbei eine der geilsten Farben für einen Käfer!). Unter dem Motto "wer wagt, gewinnt" habe ich den günstig erworben (das Dach war angeblich aufgrund einer Lawine eingedrückt) und mal mit Schraubenzieher, Pinsel und Todesverachtung begonnen, ihn zu "restaurieren". Durch einen glücklichen Zufall habe ich dann einen VW-Schrauber aus meinem Heimatort kennengelernt, der grade einen 51er Brezelkäfer hergerichtet hatte. Nicht nur, dass er mir sehr viel geholfen und gezeigt hat, er hat mich auch gezwungen, mir Literatur zu besorgen und mich mit dem Auto und seiner Historie vertraut zu machen. Darüberhinaus hat sich eine sehr gute Freundschaft entwickelt, die bis heute andauert.


Mein erstes fahrtüchtiges Auto (ich arbeitete inzwischen) war dann ein 69er Automatic. Der 64er war irgendwann doch fertig (mit einem Faltdach versehen), doch wußte ich in der Zwischenzeit, dass es schon ein Ovali sein müsste. Über besagten Freund bin ich dann auch an den 55er Faltdach-Export herangekommen. Mit blutendem Herz musste ich daher den 64er verkaufen, um Kohle für den 55er zu haben. Dieser wurde 2002 fertig und ich habe seither viele ausgedehnte Touren und Urlaubsfahrten mit ihm gemacht ("Des is a Auto und ka Kühlschraunk!")


Was mich neben der Liebe zum Auto so sehr fasziniert, sind die vielen Kontakte und Freundschaften, die ich über dieses Hobby gefunden habe. Lange Zeit dachte ich mir, einen Ovali zu haben und zu warten ist mehr als genug, schließlich gibt es auch noch anderes im Leben. Als mir allerdings der Standard angeboten wurde, konnte ich nicht Nein sagen. Es kann sein, dass ich an dem Punkt anlange, zumindest einen der Wagen wieder verkaufen zu müssen - davor fürchte ich mich ein bisschen, ich glaube aber jetzt schon zu wissen, welcher der beiden es sein wird, wenn ich diese Entscheidung wirklich treffen muss.


(Ein Mann muss Geheimnisse haben!)